Rechnen Sie sich Ihre Baukosten nicht schön, sondern kalkulieren Sie eher vorsichtig. Schließlich wollen Sie nicht nur traumhaft wohnen, sondern sich auch noch andere Dinge leisten können. Um die Baukosten eines Neubaus zu ermitteln, gibt es eine DIN-Norm. Hier finden sich alle Posten, die für die Errichtung eines Gebäudes relevant sind.
Kosten für das Grundstück
Zu den wichtigsten Punkten bei den Baukosten zählen der Erwerb des Grundstücks. Es fallen Nebenkosten wie Maklergebühren (3 bis 6 Prozent des Kaufpreises, zzgl. Mehrwertsteuer), die Notar- und Grundbuchgebühren (ca. 1,5 % ), die Grunderwerbsteuer (ca. 3,5 %), Vermessungs- und Finanzierungskosten an. Die zur Vorbereitung des Baus notwendigen Herrichtungskosten (Abbruch, Altlastenbeseitigung) sind ebenfalls zu bezahlen.
Baukosten für die Erschließung
Die Erschließungskosten beinhalten anteilige Kosten für den Bau von Abwasserkanälen, Wasser-, Fernwärme-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsleitungen sowie den Bau von Straßen und Wegen. In ungünstigen Fällen kommen noch Ausgleichsabgaben, beispielsweise für die Stellplatzablösungen oder die Pflanzung von Ersatzbäumen, dazu.
Baukosten für die Konstruktion des Gebäudes
Meist beginnt der Hausbau mit den Erdarbeiten: Die Baugrube wird ausgehoben, der Baugrund wird verbessert (Drainagen oder Bodenplatten), das Bauwerk wird abgedichtet. Beim Errichten des Rohbaus werden sämtliche Beton- und Maurerarbeiten am Haus durchgeführt. Dachgerüst, Dachfenster, Dichtungen und Dacheindeckung schließen den Bau ab.
Im Inneren werden Treppen, Fenster und Türen sowie Sanitärinstallationen eingebaut.
Baukosten für die technischen Anlagen
Ein Haus benötigt Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen. Es muss mit Wärme und Strom versorgt werden. Auch auf Telekommunikationseinrichtungen wird niemand verzichten wollen.
Baukosten für Außenanlagen
Auch die Gartengestaltung kann die Baukosten verteuern, wenn nicht nur Rasen gesät und Blumen gepflanzt werden. Außerdem müssen Wege zum Haus erstellt, evtl. eine Hofeinfahrt gestaltet und Stellplätze geschaffen werden. Dazu zählen auch die Baukosten für Baukonstruktionen in Außenanlagen (z. B. Mauern oder Einfriedungen).
Baunebenkosten
Die Baukosten erhöhen sich auch durch Architekten- und Ingenieurhonorare, sowie Ausgaben für Beratung, Prüfungen und Genehmigungen. Zu den Baukosten zählen auch die Kosten für die Finanzierung: Zinsen, Gebühren und Abschläge.
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