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Nachhaltig wohnen

Die fünf Bausteine für nachhaltiges Wohnen

Etwa drei Viertel der Energie, die private Haushalte verbrauchen, werden zum Heizen genutzt. Das muss nicht so sein. Denn in nur wenigen Schritten und mit überschaubarem Aufwand können Sie Ihr Eigenheim nachhaltig und vor allem komfortabel gestalten.

1. Sparschwein Wärmedämmung

Etwa zwei Drittel der Wärme geht bei einem ungedämmten Einfamilienhaus über Keller, Außenwände, Dach und Fenster verloren. Deshalb liegt der erste Schritt zum nachhaltigen Wohnen in der Wärmedämmung. Spätestens nach zwei Jahren spart ein Dämmstoff mehr Energie ein als für seine Produktion verbraucht wurde – und ist so ökologisch sinnvoll.

Mehr kann mehr: 16 bis 20 Zentimeter Dämmstärke an Außenwänden ist auf jeden Fall wirtschaftlich, mit 35 bis 40 Zentimeter liegen Sie bereits auf Passivhausniveau: Es dringt so gut wie keine Energie nach außen. Dazu braucht es aber auch mindestens doppelt verglaste Fenster und eine gut isolierende Rahmung.

2. Regelmäßige Belüftung

Bei einem sehr gut isolierten Haus ist die Belüftung umso wichtiger, da der Luftaustausch nur über sie stattfinden kann. Moderne Lüftungsanlagen ermöglichen ein perfektes Raumklima durch konstanten Luftaustausch – ohne den Wärmeverlust, der mit geöffneten oder gekippten Fenstern einhergeht. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung funktionieren sogar als Heizung: Sie entziehen der Abluft Wärme und verteilen diese mit der Frischluft in den Räumen.

3. Energieeffiziente Heizsysteme

Geben Sie einem Brennwertkessel den Vorzug vor einem Niedertemperaturkessel: Mit Erdöl oder Erdgas betriebene Brennwertkessel nutzen auch die Wärme des Wasserdampfs, der im Abgas entsteht, und sparen so rund zehn Prozent Brennstoff im Vergleich zu Niedertemperaturkesseln.

Auch die Heizungspumpe, die während der Heizperiode im Dauereinsatz daran arbeitet, das erwärmte Wasser zwischen Heizanlage und Heizkörpern zirkulieren zu lassen, bietet großes Einsparpotenzial: Sie verbraucht etwa zehn Prozent des gesamten Stroms im Haushalt. Moderne, optimal eingestellte Pumpen benötigen 80 Prozent weniger Strom.

4. Nutzung nachhaltiger Energien

Die einfachste und kurzfristig kostengünstigste Möglichkeit auf nachhaltige Energien umzusatteln, ist die Nutzung von Ökostrom. Informieren Sie sich, ob Ihr aktueller Stromlieferant diesen anbietet. Falls das nicht der Fall ist, können Sie sehr einfach Ihren Stromanbieter wechseln. Ökostromsprodukte bestehen zu 100 Prozent aus regenerativen Energien: vor allem aus Wasser- und Windkraft und aus Sonnenergie, Geothermie und Biomasse.

Sie können aber auch weitgehend unabhängig von Energieanbietern sein, indem Sie Ihre Energie gleich selbst vor Ort erzeugen. Zum Beispiel mit einem Holzofen, der mit Pellets oder Holzhackschnitzeln CO2-arme, effiziente Wärme erzeugt, die das ganze Haus heizen kann. Bei Eignung Ihres Daches und der Lage Ihres Hauses können Sie eine Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage installieren.

5. Eigenverantwortliches Handeln

Auch das nachhaltigste Haus benötigt Bewohner, die eigenverantwortlich handeln. Nur so können seine Vorzüge voll zur Geltung kommen. Denn auch in einem Passivhaus ist es wichtig, auf energieeffiziente und wassersparende Haushaltsgeräte zu achten und lieber zu duschen als zu baden. Wenn Sie in Ihrem nachhaltigen Eigenheim auch auf diese Kleinigkeiten achten, leisten Sie einen wertvollen Beitrag zu einer grünen Zukunft.


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