Ob Eigenheim, Eigentumswohnung oder Bauland – die Nachfrage wächst. Das ergab die jährliche Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. 31.500 Objekte hat die größte Maklergruppe Deutschlands im Jahr 2010 vermittelt – eine aussagekräftige Datenbasis.
Große regionale Unterschiede
Wie in den Vorjahren rangieren gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser in attraktiver Lage auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Dabei zeigen sich bei den Preisen große regionale Unterschiede. In den teuersten Städten liegen die Immobilienpreise um das zehnfache über denen der preisgünstigsten. An der Spitze der Preisskala bundesdeutscher Großstädte steht laut LBS-Preisspiegel Wiesbaden mit 750.000 Euro. Es folgt München mit 710.000 Euro.
Noch deutlicher ist der Unterschied bei Bauland, wo der Quadratmeter in einigen Metropolen zwanzigmal so viel kostet wie in manchen Städten Nord- und Ostdeutschlands. Aber nicht nur in den Metropolen selbst sind die Objekte knapp und teuer. Im attraktiven Umland wie den Voralpenregionen müssen im Raum Starnberg 675.000 Euro und in Garmisch-Partenkirchen mit 625.000 Euro Spitzenpreise gezahlt werden.
Alt teurer als neu
Anzeichen für eine Markterholung sehen die LBS-Experten auch beim Neubau von Reiheneigenheimen. Mit Ausnahme der neuen Bundesländer gehen auch hier die Preiserwartungen inzwischen nach oben. "Noch sind allerdings auch in diesem Sektor die Einstiegspreise für Wohneigentumsinteressenten alles andere als schlecht", sagte Verbandsdirektor Hartwig Hamm bei der Vorstellung der LBS-Analyse.
Gebrauchte Reihenhäuser weisen im Schnitt gegenüber Neubauten einen Preisvorteil von rund 20 Prozent auf. "Vereinzelt sind sie allerdings - wegen ihrer guten innerstädtischen Lage - sogar teurer als Neubauobjekte, wie etwa in Frankfurt oder Bonn", so Hamm.
Günstige Finanzierung
Stabile Immobilienpreise, deutlich gefallene Bauzinsen und moderat steigende Einkommen haben dafür gesorgt, dass die Finanzierung der eigenen vier Wände heute leichter ist als in den 90er-Jahren. Für eine typische Finanzierung musste eine Familie mit Kind im Jahr 1994 ca. 38 Prozent des Einkommens aufwenden. In 2011 waren es gerade einmal 13 Prozent. Noch sind die Zinsen niedrig, was sich allerdings je nach Konjunkturlage kurz- bis mittelfristig ändern kann.
Sicherheit im Alter
Im Ruhestand lässt sich das eigene Haus dann erst richtig genießen. Zum einen, weil Sie dann mehr Zeit haben, zum anderen, weil die Objekte dann meist abbezahlt sind. Das bewirkt, dass Eigenheimbesitzer im Alter von 60 bis 65 nur noch 12 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben. Bei Mietern sind es dagegen 28 Prozent.
Schon heute in der Rente wohnen
Wohn-Riester heißt der schnellere Weg ins Eigenheim. Riester-Sparer können ihre Vorsorgebeiträge für den Kauf, Bau oder zu Beginn der Auszahlungsphase für die Entschuldung einer selbst bewohnten Immobilie einsetzen. Außerdem können die staatlichen Zulagen für die Tilgung von Wohnbau- und Bauspardarlehen verwendet werden.
Sie möchten auch in den eigenen vier Wänden wohnen? Sprechen Sie einfach den Berater Ihrer Sparkasse an, wenn Sie mehr erfahren möchten.
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